Slow Riding Deluxe! Auf den zurückgelegten tauche ich so richtig in die Slow Riding Culture ein. Ich cruise durch die Zentraltürkei und werde beschenkt mit wunderschönen Landschaften und der Legende einer verlorenen Stadt.

Auf der ersten Etappe von Kayseri nach Sivas bewältige ich 200 Kilometer. Nicht ganz freiwillig muss ich gestehen. Auf der Strecke gibt es nur kleine Dörfer ohne Unterkünfte. Sollte ich auf der Strecke schlapp machen, kann ich im Notfall auf einer Polizeiwache Unterschlupf finden. Ich hoffe, das wird nicht nötig sein. Nicht lange mache ich mir darüber Gedanken, die Natur zieht meine Fokus auf sich.

Hast du schon mal ein Feld voll wundervollstem Klatschmohn gesehen? Wenn ich Wildblumen entdecke, dann kann ich nicht anders als stehenbleiben und diese Pracht bewundern. Ich fühle mich besonders glücklich, dass mich mein Abenteuer an diesem Feld vorbeiführt, da ein Klatschmohn-Exemplar nur zwei bis drei Tag blüht.

All good things are wild and free!

Obwohl ich 200 Kilometer zu bewältigen habe, lasse ich es mir nicht nehmen, stehen zu bleiben und die wundervolle Landschaft in mich aufzusaugen. Schon seit meiner Kindheit fühle ich mich von den unzähligen Grüntönen in der Natur magisch angezogen. Es gibt nichts Entspannenderes zu beobachten als unendliche Grasfelder, in denen sich die Gräser hin und herbewegen, wie die Wellen des Meeres.

Nach der visuell schönen und physisch anstrengenden Fahrt komme ich in Sivas erschöpft an. Ein paar Tage erhole ich mich. Von der Stadt sehe ich aber wegen dem Abklingen des Coronaviruses nicht viel. Man bleibt vorwiegend noch zu Hause und erledigt nur das Nötigste in der Stadt.

Deshalb freue ich mich besonders auf die Reisetage. Auf der Strasse und in der Natur fühle ich mich absolut frei. Bei der Recherche des nächsten Abschnittes stosse ich auf die Legende einer verlorenen Stadt, die sich anscheinend zwischen Hafik und Zara befinden soll. Wissenschafter sind zu dem Schluss gekommen, dass sich die geheimnisvoll verschwundene Stadt am Grund des Tödürge-See befinden muss.

Mein Interesse ist geweckt und schon befinde ich mich auf einem Abstecher an das beliebte Naherholungsgebiet vieler Einheimischer. Die internationalen Wissenschafter suchten nach Beweise und schickten Taucher in den 50 Meter tiefen See. Überraschenderweise wurden Felsengräber, Mauern und ganze Siedlungen entdeckt. Sie sagen, die 4.000 Jahre alte Stadt sei so gross, dass man nicht mal Dorf dazu sagen kann.

Der Legende nach kam ein durstiger Wanderer in die Stadt und bettelte um Wasser und Brot. Die Türen wurden ihm vor der Nase wieder zu geschlagen. Die Einheimischen wollten mit dem Streuner nichts zu tun haben. Er verliess die Stadt und rufte:“ Lass aus allen Steinbrüchen Wasser kommen!“ Daraufhin wurde die Stadt überschwemmt.

Dieses Video ist besonders wegen den visuellen Eindrücke sehenswert! Viel Spass beim Reinschmöckern!

Reise-Facts

ZENTRALTÜRKEI

Das Taurusgebirge, ist ein rund 1500 km langer, in der Türkei gelegener Teil eines komplexen alpidischen Kettengebirgssystems in Vorderasien, das das anatolische Hochland vom Mittelmeer und vom mesopotamischen Tiefland trennt.

TÜRKEI

Die Türkei erstreckt sich geographisch über zwei Kontinente. Anatolien, der asiatische Teil des türkischen Staatsgebiets, nimmt etwa 97 % der Fläche ein. Der europäische Teil im Nordwesten umfasst etwa 3 % der Fläche, in der auch der Hauptteil der Metropole Istanbul liegt.

FACTS

Kilometer: 4.646 km
Zeit: JUNI 2020
Klima: 27°C, Sonne und Regen
Strassen: sehr gut
Mofa: ausgezeichnet
Mit 30 km/h in die Welt hinaus: Wie ich von heute auf morgen Reisereporterin wurde? Die spektakuläre Hintergrundgeschichte wie dieses einzigartige Abenteuer seinen Anfang fand…

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