Ich befinde mich noch immer mit meinem Mofa „Sunny“ in Quarantäne in der Türkei. In diesem Clip entführe ich euch trotzdem auf ein Abenteuer. Auf der Memory Lane, der Erinnerungsstraße, reisen wir zu dem Moment, als ich das Weltreise-Mofa VOR dem Umbau zum ersten Mal sah, die Idee zum Doppeltank entstand und die Mofateile lackiert wurden.

Im Jänner 2019 fahre ich mit Marc und Chris zu Sigg in seine Werkstatt Holy Spokes und was mich dort erwartet, hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können. Während Marc und Sigg enthusiastisch über die Idee eines Doppeltanks für Öl und Benzin plaudern, gefriert mir das Gesicht ein.

Alles was ich sehe ist ein Schrotthaufen auf zwei Rädern. Wie soll ich mit dem Ding um die Welt fahren? Mit stetem Kopfnicken versuche ich mich selbst zu beruhigen. Hoffentlich fällt den Jungs nicht auf, wie schockiert ich bin. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was die Jungs hier planen.

Ein Gesichtsausdruck sagt mehr als tausend Worte! – Der Moment als ich mir wünschte, ich wäre bei MTV Punk’d.

Mit Sigg verbringe ich die nächsten Wochen in seiner Werkstatt und sehe hautnah, wie sich der Schrotthaufen langsam in ein Töffli verwandelt, mit dem ich mir vorstellen kann, die Welt unsicher zu machen.

Als Sunny’s Grundformen feststehen, verbringe ich mehrere Tage mit Skender und Patrick im Autospritzwerk Winterthur und tauche in den Lackierungsprozess der Mofateile ein. Besonders das Aufbringen der 3, 6 oder 9 Millimeter dicken Filetbänder stellt sich als Geduldsspiel der Sonderklasse heraus. Mein Tank ist nämlich nicht perfekt spiegelgleich.

Nach einigen missglückten Versuchen hauen wir das Maßband in die Ecke und verlassen uns auf unser Augenmaß. Skender probiert stundenlang herum, bis er optisch ungefähr die gleiche Kurve erzielt und wir beide mit dem Ergebnis glücklich sind. Welch eine Meisterleistung! Sunny ist ein wahrer Augenschmaus.

Die Tage mit Skender und Patrick im Autospritzwerk Winterthur und die Wochen bei Sigg in der Werkstatt Holy Spokes zeigen mir, wie viel Zeit und Liebe in ein einzelnes Projekt fließen. Das Beobachten des Entstehungsprozesses ist ein wahres Geschenk.

Übrigens, nach dem die Teile lackiert waren, sah ich das erste Mal, welches Kunstwerk sich aus den ganzen Einzelteilen formt. Mehr von dem Entstehungsprozess siehst du im Video.

Reise-Facts

WINTERTHUR

Mit rund 115.500 Einwohnern ist Winterthur die sechstgrösste Stadt der Schweiz. Früher war Winterthur eine bedeutende Industriestadt, heute ist sie als Dienstleistungs-, Bildungs-, Kultur- und Freizeitzentrum bekannt. Winterthur ist auch der Heimatort des Autospritzwerk Winterthur, wo die Mofateile meines Töfflis lackiert wurden.

SCHWEIZ

Der Mitteleuropäische Staat beherbergt 8,5 Millionen Menschen. Infolge seiner Lage nimmt das Land an den drei benachbarten Sprachräumen teil: dem deutschsprachigen in der Deutschschweiz, dem französischsprachigen in der Suisse romande und dem italienischsprachigen in der ital. Schweiz; den vierten Sprachraum bildet der rätoromanische. Sitz der Regierung und des Parlament ist die Bundesstadt Bern.

FACTS

Kilometer: 4.221 km
Zeit: JAN/MAR 2019, APR 2020
Klima: 23°C, trocken, warm
Strassen: sehr gut
Mofa: im Quarantäne-Schlaf
Mit 30 km/h in die Welt hinaus: Wie ich von heute auf morgen Reisereporterin wurde? Die spektakuläre Hintergrundgeschichte wie dieses einzigartige Abenteuer seinen Anfang fand…

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